Zweifarbig statt schwarz und weiß
Schwarz-weiß Fotos haben durch die Reduktion der Farben einen ganz besondere Anmutung. Ein edler Look lässt sich aber auch mit dem sparsamen Einsatz von Farben erzielen.
Kürzlich habe ich Patricia im Dortmunder Hafen fotografiert. In der Postproduktion mit Photoshop wollte ich den Fokus stark auf sie lenken. So experimentierte ich mit Splittoning.
Zunächst bearbeitete ich das Foto ganz normal. Das heißt: Nach dem “Aufräumen” von kleinen Bildfehlern wie aus der Wand ragender Schrauben, und Hautirritationen bearbeitete ich mit der Tonwertkorrektur und Gradationskurve die Helligkeit des Fotos. Dann puderte ich digital die Haut ab und betonte die Gesichtskonturen mit Dodge und Burn.
Per Schwarzweiß-Filter reduzierte ich die Farben auf zwei.
Nun folgte die Farbanpassung: Ich legte mit Verlaufsumsetzung eine neue Ebene an. Für den dunklen Teil wählte ich ein dunkles, sattes Blau, für den hellen einen Beigeton.
Mit der Gradationskurve veränderte ich ein wenig die Bildkontraste.

Ich kopierte die Ebenen reduziert auf eine (CMD bzw. Control + Alt + Shift + E). Für einen malerischen Look wendete ich auf die neue Ebene den Filter “Rauschen reduzieren” an. Stärke: 10, alle anderen Regler auf 0.
Weil die Augen “zuliefen”, malte ich diese auf der Maske mit etwa 30 Prozent Deckkraft wieder teilweise frei.
Erneut kopierte ich die Ebenen reduziert auf eine (CMD bzw Control + Alt + Shift + E).
Diese Ebene setzte ich in den Modus Ineinanderkopieren und wendete darauf den Hochpassfilter mit einem hohen Radius an. Dadurch erhielt Patricias Haut einen schönen Schein.
Zum Schluss schärfte ich das Foto nur noch ein wenig.

